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Am Samstag wurde dann erst
einmal ausgeschlafen ehe man dann am frühen Nachmittag sich wieder mal
aufmachte die naheliegende Umgebung zu erkunden. In diesem Fall war es der
Stary Arbat, welcher aber derzeit einer einzigen Baustelle glich und daher
nicht so toll daher kommt wie er sonst wohl sein mag. Hier findet man z.B.
u.a. das Hard Rock Café Moscow sowie ein Restaurant neben dem anderen. Hier
ist also wirklich alles an den Touristen und seine Bedürnisse angepasst. Ich
selbst gönnte mir dann in einem russischen Cafe noch ein Piwo und den
ebenfalls typisch russischen Pfannkuchen Blini.
Dann sollte es allerdings schon Zeit zum Luzhniki aufzubrechen. Diesmal
wählte man den Ausstieg an den Sportivskaya um noch ein Bilet an der Kasse
erwerben zu können. Die Station war fest in Spartak Hand und so lungerten
schon knapp 150 Minuten vor Anpfiff jede Menge Menschen auf dem Weg von der
Metro zum Stadion rum. Ebenso präsent war bereits die Miliz, die in einer
Hundertschaft angerückt war.
Ein Problem sollte es allerdings geben beim Versuch ein Ticket zu
ergattern... es gab keine mehr ! Laut der Polizei haben die Kassen am
Spieltag garnicht mehr geöffnet. Und da die Kapazität des Stadions für
dieses Spiel von den üblichen 80.000 auf 65.000 gesenkt wurde, gingen
bereits alle Karten im Voraus weg. Da man ja aber vorgesagt hatte, lag wie
durch Zufall für mich dann am Haupteingang doch noch eine Karte zurück.
Das Stadion füllte sich nur sehr langsam und so war es vielleicht erst 5
Minuten vor Anpfiff wirklich voll, auch typisch russisch - erst spät ins
Stadion gehen. Das Verhältniss im Stadion muss ungefähr 20.000 Spartak Leute
zu 8.000 CSKA Leute gewesen sein.
Zum Einlaufen der Mannschaft gab es auf beiden Seiten einen Chore. Auf
Heimseite wurden weiße und rote Papen genutzt um in rot ein Spruch
darzustellen, welchen man aber nicht so gut erkennen konnte. Dazu gab es
eine große Blockfahne auf der ein Spartak-Mob dargestellt wurde. Sah super
aus da wirklich die komplette Kurve mitgezogen hat.
Auf Gästeseite gab es auch eine Choreo aus Pappen in Vereinsfarben
unterstützt von roten und blauen Fähnchen. Aber auch hier konnte man den
genauen Wortlaut und Sinn der Choreo nicht erkennen. Sah aber auf beiden
Seite sehr sehr gut aus !
Und dann begann die Galavorstellung... es gab eigentlich zwei. Einmal die
des Wagner Love, seines Zeichens Stürmer bei CSKA welcher heute überragend
spielte und auch mit einem lupenreinen Hattrick für den 3:0 Halbzeitstand
sorgte. Die andere Vorstellung lieferte Spartak. Unglaublich wie 20.000
Menschen geschlossen die Arme haben und einklatschen - synchron, wie 20.000
Menschen hüpfen und wie 20.000 Menschen ein megalautes SPARTAK brüllen.
Ich will hier nicht so tun als wäre CSKA nicht anwesend gewesen, aber der
Auftritt von Spartak war atemberaubend. Aber eben aufgrund des Spielstandes
nur in Hälfte eins. Zur zweiten Halbzwei gab es dann ein Intro mit Rauch auf
der ganzen Tribüne verteilt, sowie etlichen Blinkbengalen und ein paar
Leuchtraketen. Als dann allerdings CSKA auf 4:1 erhöhen konnte, was immerhin
knapp 25 Minutenvor Abpfiff, leerte sich ei Spartak Kurve und gerade der
harte Kern in der Mitte verliess das Stadion. Spartak war aber auf dem
Spielfeld von Anfang an unterlegen und alle 5 Tore der Gäste fielen zu
recht. Nicht wie desöfteren Abseitstore oder einfach Tore mit jeder Menge
Dusel - nein. Hier fielen alle Tore weil CSKA einfach viel zu überlegen war
!
Der Gästeanhang, natürlich ob des Ergebnisses in bester Laune, war auch
nicht von schlechten Eltern. Die kompletten 90 Minuten am singen, laut am
singen und sehr abwechslungsreich. Mir hat der Auftritt von CSKA sehr gut
gefallen ! Wobei ich hier mal kurz BRB zitieren muss, der zum Einklatschen
der Sparta Kurve nur meinte: "Wie in Argentinien...". Und das heisst schon
was.
Die Gäste wurden übrigens knapp 90 Minuten nach Abpfiff noch im Block
gelassen und durften dann nach Abmarsch der Spartak Leute das Stadion
verlassen.
Mich zog es nach dem Spiel direkt zur Metro Universitet wo ich mich mit
einer Kollegin, welche in Moskau arbeitet, getroffen habe und die mir noch
so mansch schöne Seite dieser Metropole zeigte. Besonders das Uni-Viertel
ist sehenswert und so bummelte man noch ein wenig durch's Grüne und
verweilte dann noch an der Aussichtsplattform oberhalb der Moskva. Zum
Abschluss gab's dann noch eine leckere Pizza im Einkaufszentrum und schon
war es wieder Zeit Abschied zu nehmen. Hier noch einmal vielen lieben Dank
an Alsu für die kleine Stadtführung :-)
Für mich ging's dann auf
direkten Weg zurück ins Hostel wo man mit den Ösis noch ein paar Piwo zu
sich nahmen, ehe man voll und ganz zufrieden mit dem erlebten einschlief. |