Oliy Liga, Saison 07/08, 09.07.2008    

   

   2: 1   

 

PFC Lokomotiv Toshkent - FK OTMK Olmaliq

 

Toshkent, Stadion Majmuasi (ca. 4.000 Zuschauer)

Nach dem man also schnellen Fusses das Luschniki Stadion verlassen hatte, ging es wieder via Aeroexpress zum SVO, dort gepackt geholt ( samt Sicherheitsschleuse ) und dann eingecheckt. Naja fast - die Schlange an den beiden Schaltern fuer die Business Class waren elendig lang. Na das konnte ja heiter werden. Nach einer halben Ewigkeit dann mal eingecheckt und "tadaaa" Passkontrolle. Schlangen bis zum geht nicht mehr, da parallel auch sicher noch 4 anderen Fluege u.a. nach Beijing eingeckt und kontrolliert wurden. Ich war eigentlich von einem guten Zeitpolster ausgegangen aber das schmolz jetzt so langsam dahin. Nach dem auch der Zoll mal bemerkte was er da mit seinem paar offenen Posten anstellte wurden mal fix noch ein paar mehr aufgemacht und siehe da, es ging voran ! Das hinter sich gebracht dann aber die Huerde mit Warteschlange - ins Gate. Hier wurde nochmals das Gepaeck durchleuchtet, Schuhe aus und die Portemonnaie wurden sich angeschaut ( was das fuer einen Sinn hat frage ich mich heute noch - zumal man ja bereits vorher vom Zoll danach befragt und ggf. "beschaut" wurde ). Das witzige an dieser ganzen Hetzerei war dann das unser Flieger, obwohl er bereits bereit stand, mit 50 Minuten Verspaetung erst bestiegen werden konnte. Ein Traum ! Der Grund war im uebrigen so 'ne olle Aeroflot Uschi auf die der Busfahrer warten musste... hehe. 
Den Flug so gut wie verpennt, nur zum essen fassen - es gab Haehnchen mit Mais und Reise - war ich mal eben wach. Die Verspaetung kaum rausgeholt landete man ca. 30 Minuten spaeter als geplant um 04.00 Uhr auf dem Toshkent Xalqaro Aeroporti. Die erste Huerde war die Passkontrolle. Wie es halt so ist, landeten mit unserer Maschine noch eine El Al aus Tel Aviv und eine Maschine aus Istanbul. Wartezeit mal locker bei 20 Minuten und dann gabs nach kurzere Fragerei den Stempel auf das Visum. Zweite Huerde war dann die Customs Declaration. Dazu erstmal ewig nach der englischen Variante gesucht und dann fordert die Zoll die Angabe aller einfueherenden Devisen. Bei mittlerweile 3 Arten von Scheinen die ich bei mir hatte zeitaufwenig. Auch das wurde natuerlich geschafft, der Zoll stempelte kurz ab ohne nachzuhaken und dann raus aus dem Terminal auf der dann bestimmt eine Hundertschaft an Menschen rumstanden um dich abzufangen. Ich hatte allerdings bereits im Voraus den Abholservice meines Hotels gebucht und so stand der Fahrer mitsamt Schildchen bereits dort. Ab zum Hotel ein kurzes "Salom", Pass abgegeben und dann ab ins Bett. Mittlerweile war man schon wieder recht wach durch diese ganze Warterei aber irgendwann fielen dann die Aueglein zu. 

Das Fruehstueck gekonnt verpennt, erst einmal im Hotel Geld getauscht ( 1 EUR = 1.600 UZS ). Der groesste Schein den es im uebrigen gibt, ist der 1.000 Sum Schein. Daher ist es auch ueblich das man nach dem Geldtausch zum einen Millionaer ist und zum anderen mehrere Geldbuendel samt Gummi in die hand gedrueckt bekommt. Nachdem ich dann das Geld irgendwie verstaut hatte, machte ich mich dann gegen Mittag auf die Stadt zu erkunden. Den Reisepass gab es samt Registrierung beim OViR dankend wieder zurueck. Mit dem Lonely Planet in der Hand sollte es also los gehen. Doch eins stellte man schon frueh fest - die Entfernungen in der Stadtkarte passen nicht mit der Laufstrecke ueberein. Also mal ab in die Metro um nicht bei den knapp 43 Grad die wir hatten zu "verbrennen" ;-).
An der Kasse bekommt man fuer jede gekaufte Fahrt einen Jeton in die Hand welche man dann direkt in die Drehkreuz einzuwerfen hat. Eine Fahrt kostet 300 Sum und gilt so lange bis man wieder aus der Metro kommt. D.h. man koennte den ganzen Tag fuer 300 Sum Metro fahren. Aber wer macht denn sowas ? Ich nicht, obwohl es natuerlich dort unten immer schoen kuehl ist *gg*. Aber wie es auch immer so ist, gerate ich natuerlich gleich in eine Kontrolle der Miliz. Das ist aber im Grunde ganz ueblich in der Metro, die auch der sicherste Ort der ganzen Stadt ist. Nach kurzer Passkontrolle und der Frage nach dem wohin wird man auch wieder entlassen. Allerdings sollte man aufpassen ob der Mann von der Miliz auch ein "echter" ist. Denn vermehrt wird berichtet das Betrueger sich als Polizist verkleiden um Auslaendern den Pass und das Geld abzunehmen. Ich kann im Voraus schon erwaehnen das mir so etwas nicht passiert ist, zumal dies auch meine einzige Kontrolle in den beiden Tagen war. Toshkent, so wie es auf ubekisch heisst, ist ein Moloch ! Derzeit leben hier an die 2.1 Millionen Menschen wobei die Tendenz steigend sein soll. Das merkt man auch. Denn ueberall ist was los, Verkehr ohne Ende und Abends kann man, wenn man an den richtigen Stellen, sehen was die Usbeken so drauf haben. Apropos Usbeken, bzw. Usbekische Maedels - halt dich fest ! Okay, nicht jedermanns Fall - aber wer, so wie ich, auf den asiatischen Touch und dunkle Haare steht, der hat hier keine lange Weile.

Der heutige Tag diente vor allen Dingen der Erkundung, wobei sich auch das ein oder andere Denkmal oder der Boulevard und der dazu gehoerige Park sich angeschaut wurden. Es war einfach drueckend heiss und man war alle paar Meter dmit beschaeftigt sich ein neues Wasser ( 0.5 Liter = 400 UZS, 1.0 Liter = 600 UZS ) zu kaufen. Noch kurz im Hotel geduscht und schon stand das Taxi vor der Tuer mit dem es zum heutigen Spiel gehen sollte. Mir war nur bekannt das das Stadion zwischen Flughafen und Bahnhof und dann in einem Park der Eisenbahner liegen sollte. Das wusste mein Taxi-Fahrer auch, aber eben nicht den genauen Standort. Nach mehrerer Fragerei hatte er dann den Weg auch gefunden und nachdem ich klar gemacht wurde das er nach Spielende wieder hier sein sollte, ging es ca. 20 Minuten vor Anpfiff in den Ground. Das Stadion Majmuasi liegt wie oben schon erwaehnt eben in einem Park und ist daher nur von zwei Seiten zu Fuss zugaenglich. Der Ground hat zwei unueberdachte Tribuenen auf den Laengsseiten die komplett versitzplatzt sind. Die beiden Hintertorseiten sind nicht ausgebaut. Ich wuerde die Kapazitaet daher auf knapp 6.000 Plaetze tippen. Bis zum Anpfiff fuellte sich der Ground mit ca. 1.500 Menschen die allesamt auf der im Schatten liegenden Gegengeraden Platz nahmen.

Insgesamt hatten sich auch ca. 30 Mann aus Olmaliq mit auf den Weg nach Toshkent gemacht, die auch laut auffielen. Das Spiel war auf uebelsten Niveau, Polen 3 laesst gruessen, und so plaetscherte der Laenderpunkt also vor sich hin ehe kurz vor der Halbzeit die Lokomotive in Fuehrung gehen konnte. Die Gaeste konnten unter lautstarkem Jubel der Mitgereisten Anfang der 2. Haelfte zwar ausgleichen, bekamen aber kurz vor Abpfiff noch die Niederlage eingeschenkt. Nach dem Abpfiff stand auch mein Fahrer parat und so ging mit ein paar Umwegen ueber eine Bar in der Naehe meines Hotels auch irgendwann kaputt in das Bett.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

                                                             Tageskilometer:    Moskau - Toshkent    2.816 km mit dem Flugzeug