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Вища ліга, Saison 07/08, 01.03.2008 |
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ФК Карпати
Львів -
ФК Харків |
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Львів, Стадіон "Україна" (9.250 Zuschauer) |
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Emma – das Tiefdruckgebiet was am Wochenende Deutschland terrorisierte… ja, genau diese Emma sollte uns am Wochenende auch zeitweise zur Verzweiflung bringen. Freitag, 18.00 Abfahrt in Braunschweig. Ansgar und Oliver parkten direkt vor meiner Haustür also konnte es jetzt erstmal gen Schöningen gehen um unser Wochenend-Auto abzuholen. Als auch das erfolgreich erledigt war, ging’s erstmal auf die Bahn ehe wir ca. 2 Stunden später irgendwo bei Leipzig den Herrn Billy Eibl einsammelten. Ca. 900km und 12 Stunden später erreichten wir dann mit einigen Raucher- und Tankpausen Przemysl. Hier sollte nun erst einmal das Auto Bahnhofsnah am besten bewacht abgestellt werden. Allerdings scheint man aber in Przemysl nicht wie in anderen polnischen Städten auf 24h bewachte Parkplätze angewiesen zu sein und so fand man demnach auch keinen einzigen. Nach ca. einer halben Stunde entschieden wir uns dann das Auto direkt vor dem Hauptbahnhof abzustellen. Im Internet hatte man sich vorher auf der PKS Seite die Fahrpläne nach Lviv ausgedruckt und dachte das man vollkommen in Fahrplan liegen würde. Den 08.00 Uhr Bus hatten wir ja eh verpasst, also wollten wir den nächsten um 11.00 Uhr nehmen. Dem war aber nicht so. Nach Nachfrage sagte man uns dann diese Fahrplan nicht stimmen würde und der nächste Bus erst um 12.00 fahren sollte. Kurz überlegt – NEIN ! Geht ja mal gar nicht. Dazu kommt ja noch die eine Stunde Zeitverschiebung nach vorne und bei Anpfiff um 15.00 Ortszeit können wir das ganze wohl vergessen. Was nun ? Es standen zwar etliche Minibusse rum die zur Grenze Medyka fahren würden, allerdings erst wenn sie voll wären. Da die Busse aber komplett leer waren könnte das also ne Weile dauern. Also den nächsten Taxifahrer angesprochen und einen Preis von 40 Zloty (derzeit 1 € = 3,55 Zloty (PLN) ) ausgemacht. Fahrzeit ca. 15 Minuten direkt zum Fußgänger-Grenzübergang. Im Endeffekt genau die richtige Entscheidung, denn was man an der Grenze für eine unmenschlich lange Schlange gesehen hatte war der Wahnsinn. Man stelle sich vor man hätte nun in einem der Busse gesessen die direkt von Przemysl nach Lviv fahren würden. Möchte nicht wissen wie lange man dort gestanden hätte. Der
Grenzübergang zu Fuß läuft wie folgt ab: Zuerst kontrollieren die Polen die
Ausreise, danach gibt’s etwas Fußmarsch zur ukrainischen Einreise. Hier
schon eine ordentliche Schlange. Also wir uns an die Schlange anstellen
wollten wurden wir erst einmal vom Grenzer angeschnauzt das wir ja Abstand
halten sollten. Billy gehorchte nicht und wurden noch ne Spur eindeutiger
angemacht. Ich wette, wäre Billy nach der zweiten „Ermahnung“ nicht den
Schritt zurückgegangen wär’s witzig geworden. Scheinbar viel dem Grenzer
aber nun mein deutscher Reisepass auf, den ich schon in meiner Hand hielt.
Kurz vorzeigen und er fragte wer noch alles dazugehörte. Dann das absolut
unerwartete – er sagte mir das wir doch an der Schlange vorbeigehen sollten.
Nur blöd das vor uns zig andere Polen und Ukrainer warteten und ein
Durchkommen daher mehr als schwierig war. Aber das kümmerte den Grenzer
nicht. Er motzte halt die anderen Wartenden an uns vorzulassen. Schon echt
komisch… hat man hier als Deutscher noch Sonderrechte ? ;-) Die Polen die
hinter und waren mussten natürlich warten. Als wir dann anstatt einer
angepeilten Wartezeit von ca. 30 Minuten ca. eine hatten standen wir schon
vor Oksana. Was für eine Frau – strenger Blick, direkte Fragen und
garantiert den Einreisestempel nicht locker an der Hand. Nachdem man dann
auch noch einen Zettel zur Ein- und Ausreise ausgefüllt hatte gab’s endlich
den Stempel und dann hieß es „Dobro pojalovat na Ukraina“. So langsam sollte es dann auch auf zum Stadion gehen. Taxi schied aus, da man vor sich ein paar Schalträger entdeckte und diesen einfach mit der Tram folgen wollte. Die Nummer 2 fährt dann also Richtung Stadion. Einfache Fahrt kostet im übrigen 0,60 UAH (0,08 €) und bei den Preisen musste sogar ich zahlen. Nach 5 Stationen aussteigen, dann ca. 10 Minuten immer geradeaus laufen und dann links den „Berg“ hinauf. Abartig diese Steigung ! Naja, Berg bestiegen ist auch gleich linkerhand der Haupteingang des Stadions „Ukraina“. Die
Internetseite von Karpaty schreibt zwar von knapp 9.500 Zuschauern, da
dürfte aber derbe geschummelt worden sein. Im Endeffekt fanden sich sicher
ca. 5.000 Zuschauer im All-Seater ein. Das Stadion bietet blau-gelbe und
weiß-grüne Sitzschalen auf und ist eine richtig schöne Ostblock-Schüssel mit
typischem Marathon-Tor. Mir gefällt’s ! Gästefans waren keine anwesend,
dafür aber ca. 200 Karpaty Leute die versuchten Stimmung zu machen. Der
Versuch gelang auch, allerdings waren sie unglaublich leise. Wenn man da mal
eine polnische Kurve mit der gleichen Anzahl an Leuten nimmt ist das einfach
kein Vergleich ! Sehr auffallend waren die vielen Zaunfahnen die die
politische Einstellung der Heimszene erkennbar machten. Da fand man z.B.
eine Lemberg DefenderS Fahne mit Keltenkreuz und eindeutig ausschauenden
„S“. Das Spiel war in der ersten Halbzeit eigentlich gar nicht mal so
schlecht. Karpaty verpasste es bloss aus den vielen vielen Chancen mehr als
nur das eine Tor zu machen. Während die zweite Autobesatzung lieber noch ein wenig in Lviv bleiben wollten, machten wir uns gleich auf Richtung Grenze. Zu eben dieser zu kommen gab’s ja nun zwei Möglichkeiten. 1. Wie hin mit dem Bus bis zur Grenze oder eben ein Taxifahrer. Den ersten den wir anhielten wollte uns zwar zur Granica fahren aber das Taximeter laufen lassen. Nö, das wollten wir aber nicht – also fuhr er uns erst einmal zum Bahnhof. 15 UAH sollte die Fahrt laut eben diesem Taximeter kosten, doch der gute Fahrer meinte nun das doppelte haben zu wollen. Man stelle sich mal vor der hätte uns zur Grenze gefahren uns hätte das gleich abgezogen. Busse
standen auch einige abfahrbereit nur keiner Richtung polnischer Grenze. Auf
Nachfrage bekam ich die Info das der nächste Bus erst um 20.00 fahren würde.
Jetzt hatten wir’s 18.30 und auf den Bus wollten wir auch nicht warten. Also
wieder einmal den erstbesten Taxifahrer angehauen ob er uns zur Grenze
bringen könnte. Kein Problem und das zum Festpreis von 240 UAH. Im Endeffekt
konnten wir ihn dann auf 210 drücken und schon saßen wir im Auto. Von der
Gurkerei hab ich aufgrund anhaltender Müdigkeit mal wieder nichts
mitbekommen. Irgendwann standen wir dann auch vor der „richtigen“ Grenze.
Ich betone hier „richtig“, weil es den anderen die ja noch etwas in Lviv
blieben, da etwas anders erging. Der Fahrer fuhr sie auch zur polnischen
Grenze, bloß zu einer vollkommen anderen. Nach vielen hin und her fuhr man
sie dann die knapp 150km zur „richtigen“ südlicher gelegenen Grenze. Ansgar,
Billy und ich machten uns dann noch auf die Suche nach einem Restaurant und
fanden mit einem Italiener auch ein’s was uns zusagte. Suppe, große Pizza
und 0,5er Bier für 29 PLN – knapp 8€, da konnte man nicht meckern und lecker
war es zudem auch noch ! |
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Tageskilometer: Braunschweig - Leipzig - Przemysl - Lviv - Przemysl 1.077 km mit dem Auto / 182 km mit dem Bus |
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